Beiträge getagged mit Hartz IV
Lohnt sich Arbeit noch?
In den letzten Wochen geriet das Thema “Hartz-IV” wieder mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Vor allem Neoliberale aus dem Umfeld der FDP setzen sich für eine Kürzung der Regelsätze ein und führen dabei ausgerechnet die Verdienste der Niedriglöhner ins Feld und finden inzwischen auch einige aus dieser Gruppe die nun ins gleiche Horn blasen. Nach dem Motto: “Wenn bei mir das Geld schon knapp ist, dann muss der Hartz-IV-Empfänger mit noch weniger auskommen.” Das Kalkül der Neoliberalen die Ärmsten der Armen gegeneinander aufzuhetzen trägt damit leider durchaus Früchte. Doch während der arbeitende Niedrigverdiener, aus Frust über seinen geringen Lohn, sich ohne groß darüber nachzudenken instrumentalisieren läßt, verfolgen die Neoliberalen einen konkreten Plan. Sollte sich nämlich eine Mehrheit zur Senkung von Hartz-IV finden, wird es nicht lange dauern, bis auch die Niedriglöhne noch weiter gedrückt werden können und dann verliert auch der Niedrigverdiener noch einen Teil seines, sowieso schon, geringen Einkommens. Die Katze beißt sich somit für die Ärmeren also mal wieder in den eigenen Schwanz. Deshalb können wir von der DVU-Thüringen, nur dazu aufrufen, dieses perfide Spiel nicht mitzuspielen. Arbeitslose und besonders Niedrigverdiener müssen sich gegenseitig solidarisch zeigen, denn das Hauptproblem liegt ganz woanders. Während “Singles” die arbeiten, im Regelfall, mehr verdienen als Hartz-IV-Empfänger bekommen, sieht es bei einer Familie mit zwei Kindern schon anders aus. Und dieses Problem muß natürlich gelöst werden, aber nicht durch Senkung der Regelsätze, wie es die Neoliberalen wollen, sondern durch eine Erhöhung des Kindergeldes auf rund 400 Euro. Von dieser Erhöhung würden vor allen Niedrigverdiener-Familien profitieren, aber auch Hartz-IV-Empfänger. Ergo würde sich damit die Lage für alle mit niedrigem Einkommen verbessern. Außerdem wäre es natürlich wichtig, Sozialleistungen nur noch an Deutsche auszuzahlen. Ausländer, die ihren Lebensunterhalt in Deutschland nicht aus eigener Kraft betsreiten könnten, müssten dann natürlich ausgewiesen werden, so wie es in vielen anderen Ländern üblich ist. Diese Maßnahme würde die Sozialkassen und somit auch die Steuerzahler noch einmal extra entlasten.
Das Tagebuch der Anne Frenz
oder Kann man von Hartz IV leben?
Dieser Frage wollen wir in den kommenden Wochen nachgehen ,denn höchstrichterlich wurde es nun wieder einmal festgestellt : die HartzIV – Sätze für Kinder sind zu niedrig oder einfacher gesagt : von Hartz IV kann man nicht leben. Nicht wirklich jedenfalls. Es reicht um nicht zu verhungern, das wohl, aber von “Leben” und Teilhaben am gesellschaftlichen Leben kann man nicht reden. Es ist eher ein Vegetieren im feuchten Keller des bundesdeutschen Wohlstandsgebäudes. Das man sich als Betroffener auch darin einrichten kann, steht außer Frage. Es gelingt manchen auch schlecht und recht. Jedoch eine Zukunftsperspektive, gar eine Vision ist es nicht…und Betroffene verfallen zunehmend in Lethargie.
Ab März diesen Jahres wollen wir eine junge Frau begleiten, die in Tagebuchform ihre Erlebnisse, Eindrücke und Empfindungen als Hartz IV Empfängerin niederschreibt. Eine junge Frau von 19 Jahren, die in einer Hinterhofwohnung lebt und für sich keine Perspektive sieht.
Wir würden uns freuen, wenn Menschen, die sich in den Erlebnissen wiederfinden melden und ihre Erfahrungen kund tun würden.
Eines steht wohl für alle Hartz IV Empfänger fest, die bestehenden Regelungen müssen weg. Es müssen Regeln her, die der Würde des Menschen gerecht werden. Aus diesem Grunde fordern auch wir das “BÜRGERGELD” für alle deutschen Bürger.
